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Vor- und Nachströmzeit: Wissenschaft und Einstellung

Die Vorströmzeit stellt die Schutzgasabdeckung vor der Lichtbogenzündung her, während die Nachströmzeit den Schutz während der kritischen Abkühlphase aufrechterhält, in der heißes Metall noch mit der Atmosphäre reagiert. Korrekte Zeiteinstellungen verhindern Start- und Stoppfehler, die ansonsten gute Schweißnähte beeinträchtigen.

Anforderungen an die Vorströmzeit

  1. Verdrängt atmosphärische Gase. Drückt Luft vom Lichtbogenstartpunkt weg, bevor gezündet wird.
  2. Verhindert Lichtbogenkontamination. Stellt saubere Bedingungen für eine stabile Lichtbogenzündung sicher.
  3. Reduziert Wolframkontamination. Beim WIG-Schweißen kritisch, um Wolframoxidbildung zu verhindern.
  4. Stabilisiert Strömungsmuster. Ermöglicht der Gasgeschwindigkeit, sich vor Schweißbeginn zu stabilisieren.

Kritische Nachströmphase

Zeitrichtlinien nach Verfahren

MIG/MAG-Schweißen: 0,2–0,5 s Vorströmzeit, 0,5–1,0 s Nachströmzeit für die meisten Anwendungen.

WIG-Schweißen: 1–2 s Vorströmzeit, 5–15 s Nachströmzeit je nach Werkstoff und Wandstärke.

Aluminiumschweißen: Längere Zeiten erforderlich – bis zu 20 s Nachströmzeit bei dicken Querschnitten.

Edelstahl: Verlängerte Nachströmzeit (10–15 s) verhindert Anlauffarben und erhält die Korrosionsbeständigkeit.

Gleichbleibende Qualität

VARIGON® He30

WIG-optimiert

Warum VARIGON He30 bei der Zeitsteuerung überzeugt: Die Argon-Basis bietet hervorragende Start-/Stopp-Eigenschaften, während der Heliumanteil guten Schutz während verlängerter Nachströmzeiten gewährleistet.

Zeitempfehlungen: 1,5 s Vorströmzeit, 10–12 s Nachströmzeit für die meisten Aluminium-WIG-Anwendungen mit VARIGON He30.

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