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Fülldrahtschweißen Grundlagen: FCAW-Gaskonfiguration

FCAW verwendet Röhrendraht mit Flussmittelfüllung, der Schlackenschutz und Lichtbogenstabilisatoren bereitstellt – verfügbar als selbstschützend (ohne Schutzgas) und gasgeschützt. Gasgeschütztes FCAW mit CORGON® 25 liefert überlegene mechanische Eigenschaften und Nahtoptik, während die selbstschützende Variante Mobilität bei Außenarbeiten bietet, wo Gasabdeckung schwierig ist.

FCAW-Prozesseinrichtung und -Optimierung

  1. Drahtklassifizierung wählen. E71T-1 für gasgeschütztes Hallenarbeiten, E71T-11 für selbstschützende Außenanwendungen. Gasgeschützt liefert bessere Eigenschaften und Nahtoptik.
  2. Gasauswahl für gasgeschütztes FCAW. CORGON® 25 (75% Ar + 25% CO2) für optimalen Einbrand und Schlackelösbarkeit. Höherer CO2-Anteil als bei Massivdraht-MIG aufgrund der Flussmittelwechselwirkungen.
  3. Durchflussraten-Optimierung. 25–35 l/min einstellen, da Flussmittelausgasung Turbulenzen erzeugt. Höhere Durchflüsse als bei Massivdraht-MIG erforderlich für sichere Abdeckung.
  4. Polaritätskonfiguration. Immer DCEP (Pluspol) für korrekte Lichtbogeneigenschaften und Flussmittelleistung verwenden. DCEN verursacht schlechten Transfer und übermäßige Spritzer.
  5. Parametereinstellung. Mit 28–32 V für 1,6 mm Draht beginnen, je nach gewünschtem Einbrandprofil anpassen. Höhere Spannungen als bei Massivdraht aufgrund der Lichtbogenlängenanforderungen.

Gasgeschützt vs. Selbstschützend

FCAW-optimiert

CORGON® 25 (Ar + 25% CO2)

Stahlbau-Qualität

Warum CORGON® 25 ideal für gasgeschütztes FCAW ist: Der höhere CO2-Anteil liefert tiefen Einbrand, der für Stahlbauanwendungen unerlässlich ist, während Argon trotz Flussmittelausgasung die Lichtbogenstabilität erhält. Optimiert für Außen-Stahlbauarbeiten.

FCAW-Parameter mit CORGON® 25: Durchflussrate 30–35 l/min, geeignet für alle Witterungsbedingungen mit Windschutz. Hervorragend für Baustahl 6–50 mm in allen Positionen.